Norwegen hat eine Bevölkerung von ungefähr 4,8 Millionen Einwohnern und eine Fläche von 385.155 Quadratkilometern. Die ersten Zeugnisse menschlicher Besiedelung datieren zurück in das Jahr 9000 vor Christus. Im Jahr 900 nach Christus wurde Norwegen zu einem Königreich vereint. 1814 erhielt Norwegen eine eigene Verfassung. Das offizielle Staatsoberhaupt ist König Harald V. Die Hauptstadt ist Oslo und die norwegische Krone (NOK) ist das offizielle Zahlungsmittel.
2. Wetter
Norwegen hat vier Jahreszeiten. Die Wintermonate und insbesondere der Zeitraum von Oktober bis März sind die richtige Zeit, das spektakuläre Nordlicht zu erleben. Das Winterklima im Landesinneren Nordnorwegens ist typischerweise kalt und trocken. An der Küste sorgt der Einfluss des Golfstroms für milderes Klima und eisfreie Häfen das ganze Jahr über. Wettervorhersage
3. Straßenzustand
Im Winter können manche Straßen auf Grund von Witterungsbedingungen gesperrt sein. Wir raten dir, vor Reiseantritt und insbesondere vor Fahrten über Gebirge und Pässe, den aktuellen Straßenzustandsbericht zu prüfen. Nähere Infos und Straßenzustandsberichte erhälst du beim 24h-Infocenter für Straßenbenutzer unter Telefon 175 (außerhalb Norwegens +47 815 48 991). Alternativ findest du aktuelle Infos auch im Internet unter visitnorway.de.
4. Kleidung
Gute Kleidung ist eine ausgesprochen wichtige Grundvoraussetzung für einen angenehmen und erfolgreichen Aufenthalt in Nordnorwegen. Wir raten zu mehrschichtiger Bekleidung mit einer hochwertigen wind- und wasserdichten Jacke über einem warmen Wollpullover. Achte auch auf eine gute, warme Kopfbedeckung, die deine Ohren warm hält. Weitere wichtige Kleidungsstücke sind Schal, Handschuhe und Wanderstiefel mit rutschfester Sohle und dazugehörige dicke Wollsocken. Ein zweites Paar Schuhe für den Innengebrauch solltest du auch dabei haben, um z.B. beim Abendessen oder bei Aktivitäten innen leichteres Schuhwerk zu haben.
5. Aktivitäten
Lofoten, Narvik, Tromsø, Alta, Kirkenes, Kautokeino, Karasjok sind beliebte Reiseziele in Nordnorwegen. Als Besucher kannst du deine Basis in der Stadt haben und dich auf tägliche Erkundungstouren in die Wildnis begeben. Natürlich kannst du auch im Herzen der Natur übernachten oder einen Einblick in lokale Traditionen bekommen. Egal welche Alternative du bevorzugst, du findest ein umfangreiches Angebot an einzigartigen Übernachtungsmöglichkeiten, angefangen von Campingplätzen über Holzhütten bis hin zu Bed & Breakfast Unterkünften. Spitzbergen, die größte Halbinsel des Svalbard-Archipels, ist das Traumreiseziel schlechthin für alle, die arktische Landschaft und Wildnis hautnah erleben möchten.
6. Die Küche Nordnorwegens
Meeresdelikatessen nehmen in der nordnorwegischen Küche einen großen Stellenwert ein. Probier einmal "mølje", eine Suppe aus entweder Fisch oder Fleisch oder stürze dich auf ein saftiges Königskrabbenbein. An der Küste stehen frischer Kabeljau, Seelachs, Heilbutt und Schellfisch auf dem Menü und im Landesinneren sowie in den Bergregionen führen Rentier-, Elch- und Ziegenfleisch Ihren Gaumen in Versuchung. Zum Dessert empfehlen wir eine örtliche Spezialität: Moltebeeren mit Schlagsahne – ausgesprochen nahrhaft und grenzenlos köstlich!
7. Alkohol in Norwegen
Die Altersgrenze für den Erwerb von Alkohol beträgt 18 Jahre für Bier und Wein, sowie 20 Jahre für Spirituosen. Wein, Spirituosen und Starkbier sind ausschließlich in Geschäften des Vinmonopolet – staatlichen Alkoholverkaufsstellen – erhältlich, die in größeren Orten und Städten zu finden sind. Bier kann in der Regel im Supermarkt erworben werden. Eine Ausnahme bilden einige kleinere Städte/Orte, in denen Bier nur in speziellen Geschäften verkauft wird.
8. Shopping in Nordnorwegen
Strickpullis, Schmuck und lokale Spezialitäten sind Dinge, die du dir bei deinem Aufenthalt in Nordnorwegen näher anschauen solltest. Weitere beliebte Souvenirs sind Trolle, Gegenstände aus Zinn und Silber, Porzellan, handbemalte Holzartikel, Ziegen- und Rentierfelle, Pelze, Glasgegenstände und Keramikwaren. Achte bei deinem Einkauf auf das "Tax Free"-Logo. In mehr als 3.000 Geschäften in ganz Norwegen bekommst du beim Verlassen des Landes zwischen 12% und 19% des Kaufpreises zurück.
9. Urlaub buchen
Kontaktiere deinen lokalen Reiseveranstalter oder dein örtliches Reisebüro für ein Pauschalangebot oder einen Urlaub nach Maß. Natürlich kannst du auch direkt mit den norwegischen Reiseanbietern Kontakt aufnehmen. Viele dieser Anbieter bieten mehrsprachige Dienstleistungen und Online-Buchungen.
10. Weitere Informationen
Visitnorway.de und die Webseiten der örtlichen Fremdenverkehrsbüros bieten nützliche Infos und Reisetipps. Auf den meisten Seiten kannst du auch elektronische Broschüren herunterladen. Echte Norwegenfans können bei der visitnorway.de Facebook-Gruppe Fan werden, Neuigkeiten bei Twitter verfolgen und die neuesten Videos auf YouTube anschauen.
Fakten über das Nordlicht
Mythos Nordlicht
Manchmal zeigt sich das Nordlicht mit seiner gesamten Farbenvielfalt und tanzt in einem farbenfrohen Schauspiel aus orangem, lila, grünem und rotem Licht. Andere Male sieht man einen grünen Schleier oder einen Wirbel mit nahezu übernatürlichem Schimmer. Traditionell wird das Nordlicht von den Samen, den Ureinwohnern Norwegens, mit Tönen verbunden und Nordlicht-Symbole sind auf den Trommeln samischer Schamanen zu finden. Zu Zeiten der Wikinger war das Nordlicht die Rüstung der Walküren – den Schlachtjungfern – die ein mystisches, loderndes Licht ausstrahlte. Einige glaubten auch, dass das Nordlicht der feurige Atem eines Drachens war, der blitzschnell über den Himmel eilte. In alten Zeiten hielten skandinavische Fischer das Nordlicht für Reflexionen des Herings in der Nordsee. Und – nach einer japanischen Legende – bedeutet es Glück, unter dem Nordlicht ein Kind zu empfangen. Viele kleinere Kinder glauben auch heute noch, dass das Nordlicht Wünsche erfüllen kann und dass sie die Lichter fangen können, wenn sie zum Himmel winken.
Was ist das Nordlicht?
Die Wahrheit ist – auch wenn nicht ganz so poetisch – nicht minder beeindruckend. Die Sonne ist wahrhaft die Mutter aller Nordlichter. Mächtige Explosionen und Sonneneruptionen schleudern riesige Mengen an Partikeln von der Sonne in die Tiefen des Weltalls. Die so entstandenen Partikelwolken reisen mit Geschwindigkeiten von 300 bis 1.000 Kilometern pro Sekunde durch das All. Wenn die Sonnenpartikel mit Gasen der Erdatmosphäre kollidieren, werden Luftmoleküle zum Leuchten angeregt, was zu einem phantastischen Farbenspiel führt. Nordlichtformationen sind immer einzigartig und verschieden – egal wie oft sie erspäht werden.
Wo kann man sich auf die Suche nach dem Nordlicht machen?
Theoretisch gesehen kann das Nordlicht in ganz Norwegen beobachtet werden. In der Praxis ist es jedoch so, dass sich die besten Plätze nördlich des Polarkreises in Nordnorwegen befinden. Beliebte Reiseziele für eine Nordlichtbeobachtung sind die Lofoten und Narvik im Bezirk Nordland, Tromsø im Bezirk Troms, Alta, Kirkenes, Kautokeino, Karasjok und das Nordkap im Bezirk Finnmark sowie die Inselgruppe Spitzbergen. Ein Besuch dieser Gegenden belohnt nicht nur mit einer nahezu 100%-igen Nordlichtgarantie, sondern auch mit einem einzigartigen Reiseerlebnis durch eine atemberaubende Landschaft und einer Reihe von abenteuerlichen Aktivitäten.
Wann kann das Nordlicht am Besten beobachtet werden?
Deine erste Begegnung mit dem Nordlicht wird ein mystischer Moment sein, der dir die Sprache verschlagen wird. Am häufigsten kann das Nordlicht im späten Herbst sowie im Winter und zum Frühlingsanfang beobachtet werden. Oktober, Februar und März sind die besten Monate für Nordlichtobservationen und im Zeitraum zwischen 18 Uhr abends und 1 Uhr morgens ist die Frequenz am größten. Vermeide sowohl Vollmond als auch Orte mit viel Licht. Beide beeinflussen das Erlebnis Nordlicht negativ, da sie das Nordlicht verblassen. Ein guter Rat zum Schluss: Vergiss nicht, dich warm anzuziehen.
Wie kann man das Nordlicht fotografieren?
Ein digitaler Fotoapparat mit manuellen Einstellmöglichkeiten ist unerlässlich zum fotografischen Festhalten des Nordlichts. Vergiss nicht, die Kamera voll aufzuladen und ggf. Ersatzbatterien mitzunehmen, da Batterien in der Kälte des Winters oftmals schnell leer werden. Verwende ein Stativ und eine Fernbedienung zum Auslösen, bzw. die Auslöseverzögerung der Kamera, damit die Aufnahmen nicht verwackelt werden. Wir empfehlen zudem den Einsatz eines Weitwinkelobjektives und folgende Einstellungen: Blende 2,8 (oder besser), manueller Fokus, ISO 100 - 400 (je höher, desto besser).